Michelangelos Fresko vom Jüngsten Gericht

03.09.2014 19:00 Uhr Geografisches Institut der Uni Bonn, Meckenheimer Allee 166, 53115 Bonn

Vortrag von Ulrich Forster zum 450. Todesjahr Michelangelos

1512 hat Michelangelo die Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle beendet. Durch den sensationellen Erfolg dieses Werkes galt der bedeutendste Bildhauer seiner Zeit nun neben Raffael auch als wichtigster Maler der Epoche. Dennoch wird es 22 Jahre dauern bis ihn mit Paul III. erneut ein Papst mit einem wichtigen Gemälde beauftragt. An der Altarwand derselben Kapelle schafft der Renaissancekünstler nun zwischen 1534 bis 1541 das gewaltige Fresko vom Jüngsten Gericht.

In diesen 22 Jahren hat sich die Welt entscheidend verändert. Die Reformation in Deutschland, die bald schon auf andere Länder Europas übergreift und zuletzt der Schock des „Sacco di Roma“ haben das Selbstverständnis und Selbstbewusstsein des römischen Papsttums nachhaltig erschüttert.

Nachdem ich zuletzt ausführlich über die Deckenfresken gesprochen habe, will ich nun in einem neuen Vortrag zum 450. Todesjahr Michelangelos diese historischen Ereignisse skizzieren und vor dem Hintergrund der geschichtlichen Situation das zweite große Gemälde Michelangelos betrachten.


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