Venezianische Malerei 1

12.05.2016 20:00 Uhr - Hörsaal XI, Universität Bonn

Ein Vortrag von Lena Hennen

Lena Hennen

Die venezianische Malerei hat ihr ganz eigenes, charakteristisches Gesicht.

Künstlerpersönlichkeiten, die untrennbar mit ihrer Stadt verbunden sind, wie Bellini,

Giorgione, Tizian, Tintoretto, Veronese oder Tiepolo – um nur die prominentesten zu nennen

– verschafften der Farbe in der Lagunenstadt eine sehr besondere Rolle. Wer einmal Venedig

unter der Sonne glitzernd oder im Dunst liegend erlebt hat, versteht warum. Im Unterschied

zu anderen bedeutenden Kunstzentren wie Florenz oder Rom trat so das Zeichnerische in

Venedig immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen entwickelten die Maler eine lichte

Malweise und einen lockeren Pinselstrich, der über mehrere Jahrhunderte verbindlich blieb.

Diese Charakteristika, ihre Entstehung und Entwicklung gipfeln in zwei besonderen

Blütezeiten der venezianischen Malerei: der Renaissance und dem Spätbarock. Es bietet sich

also mehr als an, diesen beiden Zeitaltern jeweils einen eigenen Abend zu widmen. In diesem

ersten Vortrag wird es um das ›goldene Zeitalter‹ Venedigs gehen: um die Anfänge der neuen

Epoche mit Giovanni Bellini und Vittore Carpaccio, ihren Höhepunkt mit Giorgione und dem

frühen Tizian und ihren fulminanten Schluss durch dessen Spätwerk sowie der Kunst

Veroneses und Tintorettos.

Auf die Fortsetzung dürfen Sie sich im Herbst freuen. Dann werden uns – neben

Anderen – Giambattista Tiepolo, Sebastiano Ricci, Pietro Longhi, Canaletto und Francesco

Guardi begegnen.

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